ESF2_f2_0027
School’s In – Schlüsselkompetenzen und sozialpädagogische Dienste

Von der Europäischen Union und vom Programm ESF+ 2021-2027 der Autonomen Provinz Bozen finanziertes Projekt

Ziel des Projekts ist es, wirksame Maßnahmen zur Vermeidung von Schulabbrüchen in Südtirol umzusetzen. Diese richten sich insbesondere an Kinder und Jugendliche in herausfordernden Lebenslagen sowie an solche mit erhöhtem Unterstützungsbedarf. Am Projekt beteiligen sich 12 Schulsprengel, 7 Oberschulen und 7 Landesberufs- und Fachschulen, für mindestens 2000 Schülerinnen und Schüler. Insgesamt sind über 20.000 Stunden an Maßnahmen vorgesehen, die sich über zwei Schuljahre, 2025/2026 und 2026/2027, erstrecken und in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Bildungseinrichtungen geplant, umgesetzt und evaluiert werden.

Die Maßnahmen werden an die Bedürfnisse der TeilnehmerInnen angepasst und sowohl gruppen- als auch einzelbasierend durchgeführt. Die inhaltlichen Schwerpunkte umfassen die Förderung von Schlüsselkompetenzen mittels Schulungstätigkeiten, Orientierungs- und Informationsmaßnahmen, sowie sozialpädagogische und psychologische Betreuung durch qualifizierte Fachkräfte.

Die Zielgruppe der Maßnahme sind (mindestens) 2000 Schülerinnen und Schüler der über 90 am Projekt teilnehmenden Grund-, Mittel- und Oberschulen der Provinz. Auf der Grundlage der zuvor durchgeführten Bedarfsanalyse wurden für jede am Projekt teilnehmende Schule spezifische Maßnahmen für die unterschiedlichen Teilnehmergruppen identifiziert, die den Bedürfnissen der beteiligten Schülerinnen und Schüler entsprechen.

Ein Teil der geplanten Maßnahmen richtet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich in persönlichen, schulischen und/oder außerschulischen Schwierigkeiten befinden. Für sie werden sozialpädagogische Betreuung, Gruppen- und individuelle Schulungsmaßnahmen angeboten.

Ein weiterer Teil der Aktivitäten, in Form von Information und Orientierung, richtet sich an eine größere Anzahl von Schülerinnen und Schüler, mit dem Ziel der Sensibilisierung und Verbeugung des Schulabbruchs.

September 2025 – August 2027

Die übergeordnete Zielsetzung des Projekts besteht darin, einen wirksamen Beitrag zur Reduzierung von Schulabbrüchen – sowohl in ihrer offenen als auch in ihrer verdeckten Form – zu leisten. Dies erfolgt durch die gezielte Ergänzung bestehender Bildungsangebote um innovative, flexible und bedarfsorientierte Unterstützungsmaßnahmen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf individualisierten Lernansätzen sowie auf der Einbindung außerschulischer Lernorte, um Motivation, Teilhabe und Bindung an Bildungsprozesse zu stärken.

Das spezifische Ziel des Projekts ist die nachhaltige Verbesserung zentraler Erfolgsfaktoren bei den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern. Dazu zählen insbesondere die Stärkung von Resilienz, die Erhöhung der aktiven Beteiligung am Unterricht sowie die Verbesserung der schulischen Leistungen. Durch die gezielte Förderung von Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung sollen die Lernenden in ihrer Rolle als aktive Gestalter ihres Bildungsprozesses gestärkt werden. Positive Effekte werden zudem auf das Klassenklima sowie auf die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus erwartet.

Zur Umsetzung dieser Zielsetzungen werden folgende operative Teilziele verfolgt:

  • Systematische und frühzeitige Identifikation individueller und gruppenbezogener Unterstützungsbedarfe
  • Schnelle und bedarfsgerechte Mobilisierung interner und externer Ressourcen zur Bearbeitung identifizierter Problemlagen
  • Gezielte Förderung grundlegender, überfachlicher und sozialer Kompetenzen, insbesondere bei gefährdeten Zielgruppen
  • Ausbau niedrigschwelliger sozialpädagogischer und psychologischer Unterstützungsangebote sowie Stärkung präventiver Ansätze
  • Entwicklung, Erprobung und Transfer von innovativen und übertragbaren Interventionskonzepten zur Verringerung von Bildungsabbrüchen
  • Stärkung der Unterstützungssysteme für Familien in belasteten Lebenslagen durch gezielte Begleitmaßnahmen
  • Etablierung strukturierter Austausch- und Reflexionsformate für Fachkräfte unter Einbeziehung von Eltern und weiteren relevanten Akteuren

Durch diesen integrierten und systemischen Ansatz leistet das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung von Bildungschancen und zur Stärkung der sozialen Teilhabe der Zielgruppen.

Durch die Umsetzung von Unterstützungs-, Bildungs-, Informations- sowie Orientierungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen werden auf Ebene der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler folgende Wirkungen angestrebt:

  • Stärkung zentraler Lebenskompetenzen (Life Skills): Ausbau kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten, um sowohl individuelle Anforderungen als auch soziale Interaktionen kompetent bewältigen zu können.
  • Förderung der persönlichen Entwicklung: Unterstützung der Schülerinnen und Schüler in ihrer Reifung mit dem Ziel, schulische Herausforderungen zunehmend selbstständig zu bewältigen und realistische Perspektiven für den eigenen Bildungs- und Lebensweg zu entwickeln.
  • Verbesserung der Bewältigungskompetenzen: Entwicklung konkreter Strategien und Methoden, um mit Belastungssituationen, Krisen und Lernschwierigkeiten konstruktiv umzugehen.
  • Erhöhung der Selbstreflexion und Verantwortungsübernahme: Stärkung des Bewusstseins für die eigene Person, das soziale Umfeld sowie den individuellen Bildungsweg, verbunden mit der Förderung eines verantwortungsvollen Handelns.
  • Ausbau sozialer und personaler Kompetenzen: Weiterentwicklung emotionaler, kommunikativer, organisatorischer und kooperativer Fähigkeiten zur Förderung von Teamarbeit, konstruktiver Auseinandersetzung und aktiver Teilhabe.

Neben den individuellen Effekten zielt das Projekt auch auf strukturelle Verbesserungen im Bildungssystem ab. Erwartet werden insbesondere:

  • Erhöhte Handlungssicherheit im Umgang mit Problemlagen: Verbesserung der Fähigkeit von Schulen und beteiligten Akteuren, kritische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, präventiv zu handeln und Konfliktsituationen professionell zu bewältigen.
  • Stärkung von Kooperationsstrukturen: Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Schule und externen Partnern zur Schaffung integrierter Unterstützungsnetzwerke.
  • Verbesserte Steuerungs- und Evaluationsfähigkeit: Ausbau der Kompetenzen zur Analyse von Abbruchrisiken sowie zur systematischen Erfassung und Bewertung von Fortschritten durch geeignete Monitoringinstrumente.

Die Zielerreichung und Wirkung des Projekts werden kontinuierlich überprüft. Dabei wird sowohl auf objektive Indikatoren als auch auf subjektive Einschätzungen der Teilnehmenden zurückgegriffen, insbesondere im Hinblick auf deren Selbstwahrnehmung und Ressourcenaktivierung.

Im Einzelnen werden folgende Evaluationsdimensionen und Indikatoren herangezogen:

1. Qualität und Passgenauigkeit der Maßnahmen

  • Teilnahmequote an den Projektaktivitäten
  • Umsetzungsgrad der geplanten Maßnahmen

2. Individuelle Entwicklung der Teilnehmenden

  • Zuwachs an fachlichen und überfachlichen Kompetenzen
  • Fähigkeit zur Aktivierung eigener Ressourcen
  • Entwicklung von Selbstvertrauen im Hinblick auf aktuelle Herausforderungen und zukünftige Perspektiven

3. Zufriedenheit und Akzeptanz

  • Kontinuität der Teilnahme (Verbleib im Projekt)
  • Abbruchquote innerhalb der Maßnahmen
  • Zufriedenheit der Schülerinnen und Schüler
  • Zufriedenheit relevanter Stakeholder (z. B. Lehrkräfte, Eltern, Projektpartner)

4. Nachhaltigkeit und Wirkung auf schulische Prozesse

  • Rückgang kritischer Ereignisse im Schulalltag
  • Verbesserung der schulischen Leistungen
  • Reduktion von Schulabbrüchen bzw. Abbruchrisiken

Durch diese mehrdimensionale Wirkungslogik wird sichergestellt, dass sowohl individuelle Fortschritte als auch systemische Veränderungen erfasst und nachhaltig gesichert werden.

Information und Anmeldung

Dauer: 2 Jahre

Bozen

Kontaktperson

Giorgia Pascucci

pascucci@promos-coop.it

Tel.: +39 0471 1818594

Datum der letzten Aktualisierung

PROMOS Genossenschaft

Reschenstraße 26G
I-39100 Bozen (BZ)

Telefon: +39 0471 1812402

Email: info@promos-coop.it

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